Gemeinsam stark: Feldkirchen zeigt, wie Hilfe gelingt
Der 22. Juni 2026 war ein bedeutender Tag in Feldkirchen. An diesem Tag wurden die gesammelten Spenden, die in einer beeindruckenden Soforthilfeaktion zusammengetragen wurden, offiziell an die Caritas übergeben. Das Eggerheim in Klagenfurt hatte um Unterstützung für obdachlose Menschen gebeten, und die Religionslehrer:innen des BSC Feldkirchen, sowohl vom BRG als auch von der HAK, haben diese Bitte dankend aufgegriffen. Innerhalb eines Monats wurde ein beachtliches Gesamtgewicht von 560 Kilogramm an Lebensmitteln und Hygieneartikeln gesammelt. Das ist echt eine starke Leistung!
Die Liste der gesammelten Artikel liest sich wie ein kleiner Lebensretter: Reis, Nudeln, Mehl, Konserven, Essig, Öl, Waschmittel, Duschgel und Damenhygieneartikel – alles Dinge, die Menschen in Not dringend benötigen. Die Unterstützung kam nicht nur von den Schüler:innen und Lehrer:innen, sondern auch vom Jugendzentrum Arche und der Jungschargruppe der Pfarre Gödersdorf. Es war ein Gemeinschaftsprojekt, das zeigt, wie wichtig Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist.
Bewusstsein schaffen und helfen
Das Ziel dieser Aktion war es nicht nur, Lebensmittel zu sammeln, sondern auch ein Bewusstsein für die Armut und soziale Notlagen in Kärnten zu schaffen. Mario El Shamy von der youngCaritas hielt einen aufschlussreichen Vortrag an der BSC Feldkirchen, um die Schüler:innen für diese Themen zu sensibilisieren. Denn viele wissen oft nicht, wie viele Menschen in ihrer Umgebung unter der Armutsgefährdung leiden. Laut aktuellen Zahlen sind in Österreich 17,5% der Bevölkerung armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – das sind über 1,5 Millionen Menschen!
Direktor Alexander Kröll war sichtlich stolz auf die Hilfsbereitschaft der Schulgemeinschaft. Er bedankte sich herzlich bei allen Beteiligten und betonte, wie wichtig solch eine Aktion für die Gemeinschaft ist. Es ist einfach berührend zu sehen, wie viele Menschen bereit sind, ihre Zeit und Ressourcen zu investieren, um anderen zu helfen.
Ein Blick auf die Realität der Obdachlosigkeit
Die Realität für obdachlose Menschen in Österreich ist leider oft sehr hart. Im Jahr 2021 waren etwa 27.000 Menschen registriert, die obdachlos waren – ein Drittel davon Frauen. Und die Dunkelziffer ist wahrscheinlich noch höher. Obdachlosigkeit ist eine extreme Form von Armut, die durch viele Faktoren wie Scheidung, Krankheit oder Dauerarbeitslosigkeit ausgelöst werden kann. Es ist wichtig, dass wir die Menschen mit Wertschätzung, Empathie und Respekt behandeln, wenn wir ihnen begegnen.
Die Hilfsaktionen, wie die in Feldkirchen, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Sie zeigen, dass es nicht nur um materielle Hilfe geht, sondern auch darum, ein offenes Ohr zu haben und einfach menschlich zu sein. Menschen zu unterstützen, die in Not sind, beinhaltet oft kleine Gesten, wie das Anbieten von Essen oder das Spenden von Kleidung und Hygieneartikeln. Das sind die Dinge, die im Alltag einen echten Unterschied machen können.
Am 25. April 2024 wird ein Verteil-Donnerstag stattfinden, bei dem erwartet wird, dass zwischen 100 und 120 Menschen kommen. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um die Verbindung zur Gemeinschaft zu stärken und den Bedürftigen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Wenn wir alle ein bisschen mehr zusammenrücken und uns gegenseitig unterstützen, können wir gemeinsam viel bewirken.
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