In Feldkirchen, einer idyllischen Gemeinde in Österreich, gibt es eine erfreuliche Nachricht: Wasserknappheit? Fehlanzeige! Vizebürgermeister Siegfried Huber von der ÖVP betont, dass die Quellschüttungen hier konstant sind, mit einer Ausnahme: Die Quelle in Nadling, die aufgrund der Trockenheit eine reduzierte Schüttung von rund 6 Litern pro Sekunde aufweist. Doch das ist kein Grund zur Panik, denn die großen lokalen Quellwasser-Vorkommen sichern die Trinkwasserversorgung der Feldkirchner Bevölkerung nachhaltig.

Die Stadtgemeinde und die Wassergenossenschaft Nadling nutzen die Nadlinger Quelle im Verhältnis 2:1 und haben in den letzten Jahren zwischen 300.000 und 500.000 Euro in deren Instandhaltung investiert. „Das Wasser reicht, und es gibt keinen Aufruf zum Wassersparen“, so Huber. Autowaschen und Poolbefüllen sind in Feldkirchen weiterhin erlaubt, was die Lebensqualität der Menschen hier hochhält.

Langfristige Wasserversorgung gesichert

Um die Wasserversorgung auch für zukünftige Generationen zu sichern, wurden in den letzten Jahren zahlreiche Quellen saniert. Besonders hervorzuheben sind die Kressequellen, die derzeit eine Schüttung von 18 Litern pro Sekunde aufweisen. Ein Ausbau ist bereits in Planung, um das Volumen auf das Doppelte zu erhöhen. Auch die Quelle in Waiern, die 2022 saniert wurde, hat viel zu bieten: Sie kann rund 1.300 Personen versorgen, und das Trinkwasser wird direkt in einen Hochbehälter geleitet, ohne Pumpen.

Die Infrastruktur ist beeindruckend: Feldkirchen verfügt über 235 km Versorgungsleitungen, 333 Hydranten und 1 Tiefbrunnen in Lendorf, der mit einem großen unterirdischen Wasserreservoir verbunden ist. Insgesamt gibt es 15 Hochbehälter mit einem Gesamtspeichervolumen von 3.400 m³. Der mittlere Tagesbedarf der Wasserversorgung liegt bei 2.000 m³, was zeigt, wie gut die Gemeinde aufgestellt ist.

Schuldenstand und Preisanpassungen

Doch auch in Feldkirchen bleibt die finanzielle Seite nicht unberührt. Der Schuldenstand im Wasserhaushalt beträgt rund 10 Millionen Euro, was die Stadtgemeinde dazu veranlasst, Preisanpassungen für Trinkwasser vorzunehmen. Ab dem 1. Januar 2026 werden die Gebühren auf 4,15 Euro pro m³ steigen, im Jahr darauf auf 4,29 Euro pro m³. Diese Anpassungen sollen helfen, den Schuldenstand zu senken und die Wasserversorgung weiterhin auf hohem Niveau zu gewährleisten.

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Wasserknappheit als globales Problem

<pWährend Feldkirchen also auf eine sichere Wasserversorgung bauen kann, sieht die Situation in anderen Teilen der Welt ganz anders aus. Laut einem UN-Bericht haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Selbst in wasserreichen Ländern wie Deutschland verstärkt der Klimawandel die Problematik, da sinkende Grundwasserstände und zunehmende Trockenheit die Wasserversorgung kritisch machen. Die Folgen sind spürbar, und die Herausforderungen durch unsichere Klimabedingungen und steigende Wasserbedarfe in Metropolregionen nehmen zu.

Die Diskrepanz in der Wasserversorgung führt auch zu gesellschaftlichen Ungleichheiten, vor allem für Mädchen und Frauen, die oft für die Wasserbeschaffung zuständig sind. Der Klimawandel trägt durch höhere Temperaturen und verstärkte Verdunstung zur Wasserkrise bei, während technische Lösungen und Maßnahmen gegen Wasserknappheit oft unzureichend bleiben.

In Feldkirchen ist man jedoch gut aufgestellt, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen. Die Investitionen in die Wasserversorgung der letzten 20 Jahre tragen Früchte, und die Gemeinde sorgt dafür, dass auch in trockenen Zeiten genügend Wasser zur Verfügung steht. So bleibt Feldkirchen nicht nur ein Ort zum Leben, sondern auch ein Beispiel für nachhaltige Wasserversorgung in herausfordernden Zeiten.