Heute ist der 15. Juni 2026, und im Stadtsaal von Feldkirchen herrscht reges Treiben. Der Bürgermeister Martin Treffner hat zur Informationsveranstaltung über die geplante 380 kV-Leitung eingeladen, und viele interessierte Bürger:innen sind gekommen, um mehr über dieses bedeutende Projekt zu erfahren. Das Ambiente könnte kaum passender sein: Ein Raum voller Fragen, Neugier und ein bisschen Nervosität, denn die Auswirkungen der Hochspannungsleitung sind für viele direkt spürbar.

Veranstaltet wird die Informationsrunde von der Stadtgemeinde Feldkirchen, der Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz. Anwesend sind auch namhafte Persönlichkeiten wie Bgm. Werner Egger, Jürgen Dörfler, Bereichsleiter Hochspannung der Kärnten Netz, und viele mehr, die sich als Expertenteam um die Besucher:innen kümmern. Es sind rund 300 Leute hier – eine beeindruckende Zahl, die zeigt, wie wichtig das Thema ist. Schließlich wird die neue Hochspannungsleitung nicht nur durch Feldkirchen, sondern auch durch Glanegg führen. Da gibt es einiges zu klären!

Die Varianten im Detail

Die Präsentation beleuchtet zwei Varianten des Verlaufs der Hochspannungsleitung. Variante 1 erstreckt sich über 9,6 Kilometer durch das Gemeindegebiet, während Variante 2 mit 6 Kilometern etwas kürzer ausfällt. Auf Monitoren werden die groben Trassenverläufe dargestellt, und die Besucher:innen können sich ein Bild davon machen, welche Grundstücke betroffen sind. Das Bild, das sich hier abzeichnet, ist klar: Die Leitung wird die Umspannwerke in Lienz und Obersielach bei Völkermarkt verbinden. Bei einer Länge von über 190 Kilometern ist das kein kleines Unterfangen.

Ein weiterer spannender Aspekt ist die Breite der Grobtrasse. An der engsten Stelle misst sie 200 Meter und an der breitesten bis zu 1 Kilometer. Das ist schon ganz schön viel Platz, den die Leitung beansprucht. Die Feintrassenplanung soll bis zum Sommer oder Herbst 2026 abgeschlossen sein, was für viele ein Lichtblick ist. Die Unsicherheiten über den endgültigen Verlauf werden hoffentlich bald der Vergangenheit angehören.

Fragen und Antworten

Die Atmosphäre während der Veranstaltung ist lebhaft. Es gibt viele Fragen, und das Expertenteam beantwortet sie geduldig. Die Infotafeln, die in der Halle aufgestellt sind, informieren über die wesentlichen Eckdaten des Projekts. Hier geht es um mehr als nur Strom; es geht um die Energiezukunft Österreichs. Hochspannungsleitungen wie diese sind der Schlüssel für den großräumigen Transport elektrischer Energie, und das nicht erst seit gestern. Bereits 1924 wurde die erste Hochspannungsleitung in Österreich fertiggestellt, die vom Kraftwerk Partenstein nach Wien führte.

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Das, was heute hier in Feldkirchen passiert, ist ein Teil eines viel größeren Plans. Ein geschlossener 380-kV-Ring soll in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Osttirol und Salzburg entstehen. Die neue Leitung wird ein wichtiger Schritt in die Richtung einer sicheren und großräumigen Verteilung elektrischer Energie sein.

Die Veranstaltung endet nicht mit einem Paukenschlag, sondern vielmehr mit einem Gefühl der Erleichterung. Es wird eine zweite Infomesse im Stadtsaal Feldkirchen geplant, um weiteren Fragen Raum zu geben. Die Bürger:innen gehen mit einem Gefühl der Mitbestimmung nach Hause – und vielleicht auch mit der Hoffnung, dass ihre Anliegen Gehör finden. Denn schließlich geht es um ihre Heimat und die Zukunft der Energieversorgung.

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