Borkenkäfer-Invasion: Ein Wettlauf gegen die Zeit im Kärntner Wald
Heute ist der 22.07.2026 und während die Sonne über Feldkirchen strahlt, schwebt eine gewisse Anspannung in der Luft. Der milde Winter ohne ausreichenden Schneefall hat ideale Bedingungen für eine Borkenkäfer-Invasion geschaffen. In vielen Wäldern Mittel-Kärntens, wo der Waldanteil im Bezirk Feldkirchen bei etwa 63 Prozent liegt, sind die kleinen Schädlinge bereits aktiv. Der Glantal ist besonders betroffen, wo kleine Brutstätten des Borkenkäfers vermehrt auftreten. Hier haben die Geschwisterbruten der zweiten Generation bereits begonnen, und eine dritte Generation wird in einigen Gebieten erwartet. Das klingt ja fast wie ein gruseliges Märchen, aber die Realität ist weniger romantisch.
In den Gemeinden nördlich von Feldkirchen sieht die Lage tatsächlich etwas entspannter aus – Borkenkäfer sind hier nur vereinzelt aufgetreten. Bezirksforstinspektor Roland Gutzinger hat sich diesbezüglich optimistisch geäußert und betont, dass von einer Verschlimmerung der Situation nicht gesprochen werden kann. Im Vorjahr gab es ähnliche Befürchtungen, die sich nicht bestätigt haben. So bleibt die Hoffnung, dass sich auch heuer die Sorgen um die kleinen Käfer wieder in Luft auflösen.
Waldhygiene als Schlüssel
Doch ganz auf die faule Haut legen sollten wir uns nicht. Waldhygiene ist entscheidend zur Vorbeugung einer Käferplage. Das bedeutet: käfertaugliches Material muss unverzüglich aus dem Wald entfernt werden. Besonders der Borkenkäfer hat eine Vorliebe für Schadholz – sei es durch Windwurf, Windbruch oder Schneebruch. Und gestresste Bäume, die etwa unter Trockenheit leiden, sind ein gefundenes Fressen für diese kleinen Plagegeister. Einzelwürfe stellen ein größeres Problem dar als flächige Windwürfe, da sie schwerer aufzuarbeiten sind. Einmal mehr zeigt sich: Der Wald braucht Pflege, und zwar regelmäßig.
Und wenn wir schon bei den natürlichen Gegenspielern sind – es gibt sie tatsächlich! Vögel wie der Dreizehenspecht fressen über 2000 Borkenkäferlarven pro Tag. Auch Insekten und Milben tragen ihren Teil dazu bei, die Käferpopulation in Schach zu halten. Pilzbefall kann ebenfalls als natürlicher Regulator wirken. Naturnahe Wälder mit hohem Totholzanteil sind somit wichtig, damit die Fressfeinde des Borkenkäfers gedeihen können. Wie in Bayern, wo das Borkenkäfermonitoring 2025 der LWF einen Rückgang der Borkenkäferschäden in den Wäldern zeigt. Dort haben günstige Witterung und engagiertes Forstmanagement zu einem Rückgang der Schadholzmengen geführt.
Ein Blick nach Bayern
In Nordbayern hat sich die Lage entspannt, während im Süden ein leichter Anstieg der Schadholzmengen verzeichnet wurde. Interessanterweise ist das Schadholzaufkommen durch Fichtenborkenkäfer im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2024 um mehr als die Hälfte gesunken. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Situation im vierten Quartal entwickeln wird. Der Hauptschwärmflug der Buchdrucker, eines verwandten Käfers, begann Mitte April 2025 – und die Fangzahlen waren insgesamt geringer als im Vorjahr. Das ist doch ein Lichtblick!
Doch es gibt auch Herausforderungen, die nicht ignoriert werden sollten, wie die unwetterartigen Gewitter im Juni, die Hagelschäden und Windwürfe in Fichtenbeständen verursachten. Auch die hohe Vermehrungsrate von Kupferstechern, die durch Resthölzer und abiotische Vorschädigungen begünstigt wird, ist ein Thema, das uns nicht kalt lassen sollte. Überwinterungsbäume spielen eine wichtige Rolle in der Bekämpfung, da die meisten Buchdrucker unter der Rinde überwintern. Eine zeitnahe Entnahme dieser Bäume ist entscheidend, um die Buchdruckerdichte zu senken.
Die Situation in Mittel-Kärnten ist also alles andere als klar. Während einige Gebiete relativ ruhig bleiben, könnten andere von der Borkenkäferplage heimgesucht werden, wenn wir nicht aufpassen. Mit einem wachsamen Auge und der richtigen Pflege können wir vielleicht den Wald und seine Schätze langfristig bewahren. Es bleibt spannend!
Eine starke Website muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal verstanden werden. Genau das haben wir mit der VeloCore-Umsetzung durch Daniel Wom erreicht: technisch sauber, semantisch stark und für Google & Co. hervorragend aufbereitet.
