In den letzten Jahren hat sich in Kärnten und der Steiermark eine neue Bedrohung eingeschlichen – die Riesenzecke. Diese tierischen Ungeheuer, die bis zu 1,5 Zentimeter groß werden können, haben sich nicht nur in die heimischen Wälder gewagt, sondern auch in Höhenlagen bis zu 2.000 Metern. Wer hätte gedacht, dass wir sogar beim Skitourengehen auf Zecken treffen könnten? In Osttirol haben bereits einige Tourengeher Bekanntschaft mit diesen kleinen Blutsaugern gemacht. Und das ist noch nicht alles: Am 25. Juli 2025 wurde in Velden der erste bestätigte Fund einer Riesenzecke in Kärnten dokumentiert. Die Dinge scheinen sich zu ändern – und zwar schneller als wir schauen können.

Zecken sind heutzutage viel aktiver als noch vor einigen Jahrzehnten. In den 1970er-Jahren lag die Zeckengrenze bei etwa 700 Metern Seehöhe, doch heute erstreckt sie sich bis zu beeindruckenden 2.000 Metern. Das macht einen Spaziergang durch die Natur nicht nur zu einem Vergnügen, sondern birgt auch Risiken. Riesenzecken der Gattung Hyalomma sind vor allem dafür bekannt, dass sie Krankheiten wie das Krim-Kongo-Fieber übertragen können. Und das kann, ohne Behandlung, sogar tödlich sein. Ein Grund zur Sorge? Definitiv.

Riesenzecken und ihre Gefahren

Die Riesenzecke ist ein wahres Ungeheuer – nicht nur in der Größe, sondern auch in der Gefahr, die sie mit sich bringt. Im Jahr 2025 wurden österreichweit neun Riesenzecken gemeldet. Von diesen wurden sieben zur Laboruntersuchung geschickt, wobei erfreulicherweise kein Krim-Kongo-Fieber-Virus gefunden wurde. Allerdings trugen drei der Zecken das Bakterium Rickettsia aeschlimannii, das Krankheiten aus der Gruppe der Rickettsiosen auslösen kann. Ehrlich gesagt, es wird einem ganz mulmig bei dem Gedanken, dass diese kleinen Biester nicht nur lästig, sondern auch gefährlich sein können.

Was ist also zu tun? Schutzmaßnahmen sind wichtig! Langärmelige Kleidung, lange Hosen und geschlossene Schuhe sind der beste Schutz vor einem Zeckenbiss. Zeckenschutzmittel sind ebenfalls eine sinnvolle Investition. Und nach einem Aufenthalt im Freien sollte man sich gründlich absuchen. Besonders die Achseln, Kniekehlen und andere versteckte Stellen sind oft die bevorzugten „Landeplätze“ für diese kleinen Blutsauger. Bei Rötungen oder Schwellungen um den Einstich sowie bei Fieber sollte man nicht zögern und einen Arzt aufsuchen.

Die Rolle der Bevölkerung

Die Bevölkerung ist in diesem Kampf gegen die Riesenzecke und andere invasive Arten wie die Asiatische Tigermücke gefragt. Diese Mückenart hat sich ebenfalls in der Region breitgemacht, und in Städten wie Graz werden wöchentlich bis zu 200.000 sterile Männchen frei gelassen, um die Population einzudämmen. Komischerweise kann jeder von uns dazu beitragen, indem wir kleine Wasseransammlungen beseitigen, die als Brutstätten für Mücken dienen.

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Eine neue Zeckendatenbank wurde ins Leben gerufen, um Funde zu dokumentieren und das Zeckenmonitoring zu unterstützen. Gefundene Zecken können beim Sammlungs- und Wissenschaftszentrum in Klagenfurt abgegeben werden. So wird jeder Fund, egal wie klein, zur wertvollen Information über die Verbreitung dieser Plage beitragen.

Forschung und Beobachtung

Forschungseinrichtungen wie das Robert Koch-Institut (RKI) arbeiten daran, die Verbreitung von Zecken und Mücken zu analysieren. Es gibt Projekte, die sich mit der Beobachtung der Biodiversität befassen, und durch Künstliche Intelligenz sollen Arten automatisch erkannt werden. Alle können mitmachen: Bilder hochladen, beobachten und so zur Datensammlung beitragen! Die Überwachung dieser invasiven Arten ist wichtig, um die Bevölkerung vor vektorübertragenen Krankheiten zu schützen.

In einer Zeit, in der sich das Klima verändert und neue Arten in unsere Regionen einwandern, ist es entscheidend, wachsam zu sein. Wir sollten uns nicht von der Schönheit der Natur ablenken lassen, sondern auch die kleinen, unsichtbaren Gefahren im Blick behalten. Denn die Natur hat viele Gesichter – und nicht alle sind freundlich.

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