In Kärnten, wo die Berge nicht nur majestätisch, sondern auch einladend wirken, ist der Sommer längst nicht mehr nur eine Nebensaison für die Bergbahnen. Hier ist der 1. Mai kein gewöhnlicher Tag – er markiert den Beginn des Sommerbetriebs, der bis zum 1. November andauert. Mit rund 180 Tagen in dieser Saison befördern 14 Bergbahnen satte 1,1 Millionen Gäste auf die Gipfel. Das ist nicht nur eine Zahl, das sind Erinnerungen, die gemacht werden!

Aber was macht den Sommer in den Bergen so besonders? Es ist die Mischung aus atemberaubender Natur, frischer Luft und einem Angebot, das immer breiter gefächert wird. Die Nachfrage nach Themenwanderwegen, Spielplätzen für die Kleinen und Flow-Trails für Mountainbikes boomt. Und das hat seine Gründe: Der Fahrradboom hat die Region förmlich erblühen lassen, immer mehr Menschen zieht es mit dem Rad in die Natur. Somit ist der Sommertourismus nicht nur eine nette Beigabe, sondern trägt rund 20 Prozent zum Jahresumsatz der Seilbahnen bei!

Von der Tradition zur Innovation

Die Seilbahnen, die ursprünglich geschaffen wurden, um Sommerfrischler vom glitzernden See auf die schroffen Gipfel zu befördern, erleben in diesem Jahr eine besondere Feier: Viele von ihnen feiern ihr 100-jähriges Bestehen! Der Sommerbetrieb ist für die Petzen Bergbahnen existenzsichernd, er macht fast die Hälfte ihres wirtschaftlichen Erfolgs aus. Das ist eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass der Winterbetrieb immer noch die Hauptquelle der Einnahmen darstellt – ganze 80 bis 90 Prozent! Dennoch wird immer deutlicher, dass sich die Zeiten ändern. Die Bergbahnen müssen den gestiegenen Verschleiß durch den Ganzjahresbetrieb berücksichtigen, was eine echte Herausforderung darstellt.

Die Gartnerkofelbahn hat im Juni 2023 ihren Sommerbetrieb aufgenommen und bietet nun barrierefreie Kabinen an, die für verschiedene Gästegruppen geeignet sind. Das ist nicht nur praktisch, sondern zeigt auch, dass der Zugang zu unseren wunderschönen Bergen für alle offen sein sollte. Und auch die Gerlitzen hat einiges in der Pipeline: Der Bau der neuen Kanzelbahn II bringt nicht nur modernste Technik, sondern auch ein erweitertes Angebot für Abenteuerlustige, die auf der Suche nach einem Bike- oder Kletterpark sind.

Ein Blick in die Zukunft

Doch die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Prognosen zeigen, dass bis 2050 über 70% der alpinen Skigebiete unter natürlicher Schneeunsicherheit leiden könnten. Was bedeutet das für unseren geliebten Winter? Die Planbarkeit des klassischen Winterurlaubs wird zunehmend fraglich. Die Branche muss umdenken und sich auf ganzjährige Konzepte einstellen. Attraktive Sommer- und Herbstangebote gewinnen an Bedeutung, und das nicht ohne Grund. Der Temperaturanstieg von 1 bis 2 Grad im Alpenraum in den nächsten 30 Jahren könnte die Schneedecke in niedrigeren Lagen drastisch reduzieren. Die Skisaison könnte um bis zu drei Wochen kürzer werden – was für uns alle bedeutet, dass wir uns besser auf die Sommermonate konzentrieren sollten.

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Die steigenden Energiepreise und die Inflation beeinflussen zudem die Preise der Bergbahnen. Auch das ist ein Thema, das nicht außer Acht gelassen werden darf. Doch es gibt auch Lichtblicke: Hotels und Skigebiete entwickeln zunehmend nachhaltige Konzepte, um die Umwelt zu schützen und gleichzeitig den Tourismus zu fördern. Das Engagement für erneuerbare Energien und Naturschutz wird immer wichtiger. Zudem ist die Zusammenarbeit zwischen privaten Betrieben und öffentlichen Behörden entscheidend, um effektive Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben.

In dieser spannenden Zeit, in der sich alles verändern kann, bleibt eines gewiss: Kärnten und seine Berge werden auch weiterhin ein beliebtes Ziel für alle Naturliebhaber und Abenteurer bleiben. Die Mischung aus Tradition, Innovation und einem unermüdlichen Streben nach Verbesserung zeichnet die Region aus und lässt uns auf eine aufregende Zukunft hoffen!

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