In den malerischen Hügeln des Salzburger Pinzgau, genauer gesagt in Hollersbach, hat sich ein Trio zusammengefunden, das mit seiner Musik die Herzen der Menschen berührt. Die Rede ist von den „Hollerstauden“ – Eva Hofer, Eva Gruber und Vera Egger. Diese drei Musikerinnen sind nicht nur leidenschaftliche Sängerinnen, sondern auch engagierte Frauen in ihren Berufen. Während Eva Hofer einen Campingplatz führt, unterrichtet Eva Gruber als Musiklehrerin und Vera Egger ist Mittelschullehrerin. Es ist eine bunte Mischung aus Beruf und Leidenschaft, die das Trio vereint.
Die Liebe zur Musik wurde den dreien schon in der Volksschule und im Jugendchor Hollersbach in die Wiege gelegt. 2014 gründeten sie die „Hollerstauden“ und begannen zunächst als Coverband. Inzwischen haben sie sich jedoch weiterentwickelt und präsentieren größtenteils eigene Lieder. Ihr Repertoire reicht von traditionellen Heimatliedern über Jodler bis hin zu Rock und Pop. Begleitet werden sie von einer Vielzahl an Instrumenten – sei es Klavier, Gitarre, Geige, Harfe, Cello oder Percussion. Die musikalische Vielfalt ist beeindruckend und macht jedes ihrer Konzerte zu einem besonderen Erlebnis.
Der Durchbruch mit „Des passt mir so“
Ein echter Glücksgriff war das umgedichtete „Despacito“ – die Version „Des passt mir so“ ging wie ein Lauffeuer viral und brachte den „Hollerstauden“ rund 4,9 Millionen Aufrufe auf YouTube ein. Plötzlich waren sie in aller Munde. Anfragen von Presse, Radio und Fernsehen kamen wie die sprichwörtlichen Mücken zum Licht. Doch trotz des plötzlichen Ruhms blieben die drei Frauen bodenständig. Familie und Beruf haben Vorrang, weshalb sie viele Auftrittsanfragen ablehnen mussten – insgesamt haben sie acht Kinder, die natürlich auch ihre Aufmerksamkeit fordern.
Früher gaben sie bis zu 30 Konzerte im Jahr, doch die Zeiten haben sich geändert – heute sind es etwa zehn. Die „Hollerstauden“ haben klare Prioritäten, wobei sie dennoch am 2. Oktober zu einer Fanwanderung zur Panorama-Alm und am 3. Oktober zu einem Konzert „Heimspiel 2.0“ in Hollersbach einladen. Ihre Konzerte sind geprägt von einer besonderen Nähe zum Publikum und einer Prise Humor. Mit ihren Geschichten und Anekdoten schaffen sie eine Atmosphäre, in der man sich sofort wohlfühlt.
Musik als Lebenselixier
Die „Hollerstauden“ haben bereits vier CDs veröffentlicht und arbeiten an einem weiteren Album – die kreative Ader scheint unerschöpflich. Für ihre Aufnahmen nutzen sie Online-Recording, um flexibler zu sein. Die Musik ist für die drei Frauen nicht nur ein Beruf, sondern eine Möglichkeit, Menschen zu unterhalten und ihnen den Alltag zu erleichtern. „Wir möchten, dass die Leute eine gute Zeit haben“, sagen sie unisono. Und das gelingt ihnen ganz sicher!
In einer Welt, in der alles schnelllebig ist, bringen die „Hollerstauden“ ein Stück Heimat, Verbundenheit und Lebensfreude zurück. Ihre roten Hüte und schwarzen Dirndl sind nicht nur Markenzeichen, sondern auch ein Symbol für ihre Authentizität. Die Musik der „Hollerstauden“ ist ein echtes Stück Pinzgau, das man sich nicht entgehen lassen sollte.