Das Ende einer Ära: „Immer wieder sonntags“ verabschiedet sich nach 30 Jahren
Die Nachricht hat eingeschlagen wie ein Blitz – die ARD beendet die Kultsendung „Immer wieder sonntags“. Nach über 30 Jahren auf der Mattscheibe ist Schluss, und das aus Gründen, die viele Zuschauer nicht so recht nachvollziehen können. Sparzwänge und der Drang nach neuen digitalen Formaten sind die Hauptgründe für diese Entscheidung. Der SWR, der für die Produktion zuständig ist, erklärt, dass die wirtschaftliche Lage des Senders nicht mehr tragbar sei. Ein Teil der eingesetzten Mittel wird nun eingespart, während der andere in frische, digitale Unterhaltung investiert wird.
Die letzte Staffel von „Immer wieder sonntags“ wird im Sommer 2026 ausgestrahlt, mit insgesamt zwölf regulären Live-Ausgaben, einer Extra-Ausgabe am 6. September und einer Best-of-Show am 13. September. Ab 2027 wird die Sendung nicht mehr fortgeführt, und ein Nachfolgeformat für den Sendeplatz ist nicht in Sicht. SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler bezeichnet das Ende als „schmerzhafte Entscheidung“.
Die Ära von Stefan Mross
Stefan Mross, der seit 2005 die Zuschauer mit seiner charmanten Art begeistert, äußert sich zurückhaltend zu dieser traurigen Nachricht. Er hebt jedoch die starke Fanbindung und die stabilen Quoten der Show hervor. „Immer wieder sonntags“ startete am 11. Juni 1995, moderiert von Max Schautzer, und entwickelte sich schnell zu einer der langlebigsten Musikshows im Ersten. Mit einem Erfolgsrezept, das Schlager- und Volksmusik, prominente Gäste und Mitmach-Aktionen beinhaltet, hat die Sendung die Herzen vieler Zuschauer erobert.
Die Fans sind bestürzt. Petitionen kursieren, in denen sie fordern, dass die Sendung erhalten bleibt. Doch die Entscheidung der ARD steht fest. Die freiwerdenden Mittel sollen in die ARD-Mediathek fließen, um jüngere Zielgruppen anzusprechen. Eine ungewisse Zukunft für Stefan Mross nach dem Ende der Show wirft Fragen auf. Was wird aus dem charismatischen Moderator? Das bleibt im Dunkeln.
Ein Blick auf die Medienlandschaft
Die Entscheidung der ARD ist nicht nur ein Schlag für die Fans von „Immer wieder sonntags“, sondern spiegelt auch die allgemeinen Trends in der Medienlandschaft wider. Laut der ARD/ZDF-Medienstudie ist die Nutzung linearer Medien rückläufig, während non-lineare Angebote stabil bleiben. Die gesamte Mediennutzungsdauer beträgt im Schnitt 6,5 Stunden pro Tag, was einen Rückgang von 28 Minuten im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders bei der Textnutzung sind Rückgänge zu verzeichnen.
Ein weiterer interessanter Punkt: Die Nutzung von Bewegtbildinhalten in sozialen Medien zeigt ebenfalls einen leichten Rückgang, insbesondere bei den 14- bis 29-Jährigen. Die ARD und ZDF Mediatheken erreichen jedoch weiterhin knapp die Hälfte der Bevölkerung. Was sagt uns das? Die Zuschauer passen sich an – neue Formate, neue Plattformen, das ist der Weg der Zeit.
Die Welt der Medien ist im Wandel, und mit ihr die Vorlieben der Zuschauer. Die ARD scheint sich nun darauf zu konzentrieren, diese Veränderungen zu nutzen und neue digitale Formate zu entwickeln, die vor allem auf die Bedürfnisse eines jüngeren Publikums ausgerichtet sind. Es bleibt spannend, wie sich die Fernsehwelt in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Für regionale Nachrichtenportale ist die lokale Relevanz und Auffindbarkeit von besonderer Bedeutung. Unser Website-System wurde daher technisch so optimiert, dass regionale Suchanfragen und lokale Strukturen optimal unterstützt werden – bei gleichzeitig hoher Performance und redaktioneller Flexibilität. Realisiert wurde das Projekt von Daniel Wom / VeloCore.
