Zukunft auf der Kippe: Was wird aus dem traditionsreichen Stadtwirt in Oberwart?
Oberwart, das Herz des Burgenlands, hat in den letzten Wochen für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Wenn die Rede auf das Wirtshaus „Stadtwirt“ kommt, das bereits seit über 100 Jahren als kulinarisches Zentrum der Stadt gilt, wird es spannend. Das Traditionshaus liegt direkt gegenüber der Osterkirche und nicht weit vom Oberwarter Rathaus entfernt. 1904 gegründet, hat es sich im Laufe der Jahrzehnte fest in die Herzen der Menschen eingebrannt. Doch jetzt steht das Wirtshaus auf der Kippe – und das nicht nur wegen der Gerüchte, die seit Wochen die Runde machen.
Gerüchte? Ja, genau! Die Sprecher der Landesholding und der aktuelle Eigentümer, Raimund Schmidinger, wollen sich nicht zu den geheimen Gesprächen über eine mögliche Übernahme äußern. Das Land plant, den „Stadtwirt“ zu kaufen, und die Spekulationen über eine Übernahme scheinen sich zu verdichten. Kein Wunder, dass die Leute in Oberwart darüber sprechen – schließlich sind die Verbindungen zwischen dem Land und dem Wirtshaus nicht neu. Man kennt sich bereits durch Catering-Dienste für die Burg Schlaining.
Kaufdetails auf dem Tisch
Die Technologiezentren und Immobilienentwicklung Burgenland GmbH hat den „Stadtwirt“ für einen Kaufpreis von 576.000 Euro plus 20.000 Euro Umsatzsteuer erworben. Der Kaufvertrag ist auf Ende März 2026 datiert – ein Datum, auf das man in Oberwart wohl einen Blick werfen sollte. Interessant dabei: Raimund Schmidinger wird das Wirtshaus von der Landesgesellschaft zurückpachten, und das bis 2031. Er äußert sich zur Höhe der Pacht nur vage und beschreibt sie als „normal“. Eine klare Ansage ist das nicht, aber in der Gastronomie ist man ja auch einiges gewöhnt.
Das Grundstück, auf dem der „Stadtwirt“ steht, könnte für das Land von strategischem Interesse sein. So wird bereits spekuliert, dass das Wirtshaus vielleicht nicht für immer bestehen bleibt. Eine spannende Wende für ein Haus, das sich über viele Jahrzehnte als Anlaufstelle für Feinschmecker und geselliges Beisammensein bewährt hat. Aber was wird aus dem Erbe des Stadtwirts, wenn die Pachtzeit abläuft? Schade um die Tradition, könnte man sagen.
Ein Blick auf die Zukunft
In diesem Jahr hat die REB – Real Estate Burgenland GmbH zudem das Pinka Center von Klaus Glavanics für fast 9,7 Millionen Euro erworben. Ein weiteres Zeichen, dass sich im Burgenland einiges tut. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Pläne rund um den „Stadtwirt“ entwickeln. Die Gespräche und Überlegungen, die hinter den Kulissen stattfinden, könnten das kulinarische Gesicht von Oberwart verändern.
Die Menschen in Oberwart hoffen, dass das Wirtshaus auch in Zukunft ein Ort der Begegnung bleibt, wo die Tradition hochgehalten wird. Ein Ort, an dem man sich zum gemütlichen Plausch bei einem guten Glas Wein trifft – und vielleicht auch ein Stück Geschichte genießt. Der „Stadtwirt“ hat schließlich viel mehr zu bieten als nur gutes Essen; er ist ein Stück Heimat.
Schnelle Ladezeiten sind heute eine der wichtigsten Voraussetzungen für gute Nutzerbindung. Durch die komplette Umsetzung unseres Magazins mit VeloCore durch Daniel Wom profitieren wir nun von einer hochperformanten, effizienten und spürbar schnellen Plattform.
