Starke Wurzeln für eine gesunde Zukunft: Suchtprävention im Burgenland
In den letzten zwei Jahren hat sich im Burgenland einiges getan, besonders wenn es um die Förderung der Kleinsten geht. Sechs Kindergärten haben das Programm „Verwurzelt – Kinder fürs Leben stärken“ durchlaufen, welches von den Sozialen Diensten Burgenland ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Lebenskompetenzen von Kindern im Kindergartenalter zu stärken und sie somit gegen die Gefahren von Suchtverhalten zu wappnen. In Loipersbach, Forchtenstein, Deutsch Kaltenbrunn, St. Michael, Wimpassing und Großpetersdorf haben insgesamt 147 Fach- und Hilfskräfte an dieser Schulung teilgenommen. Auch zwei Klassen der BAfEP Oberwart haben sich in diesem wichtigen Bereich weitergebildet. Das ist doch ein Grund zum Feiern!
Die Fortbildung fördert Fähigkeiten wie Selbstwahrnehmung, den Umgang mit eigenen Gefühlen, Konfliktfähigkeit und soziale Kompetenzen. Das Ziel ist klar: Kinder frühzeitig zu unterstützen, um späteren psychosozialen Risiken und Suchtverhalten vorzubeugen. Pädagogische Fachkräfte spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind nicht nur Wissensvermittler, sondern auch emotionale Begleiter, die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können. Positive Rückmeldungen der geschulten Fachkräfte zeigen, dass die Fortbildung tatsächlich einen Unterschied im Alltag der Kinder macht. Das ist ermutigend!
Wichtige Kompetenzen für die Zukunft
Lebenskompetenzen sind essenziell. Die Suchtprävention im Elementarbereich zielt darauf ab, diese Kompetenzen von Anfang an zu fördern. Wichtige persönliche Fähigkeiten wie Konfliktfähigkeit, Beziehungsfähigkeit, Kreativität und Durchhaltevermögen stehen im Fokus. Wenn Kinder diese Kompetenzen entwickeln, können sie besser mit den Herausforderungen des Lebens umgehen. Studien belegen, dass Kinder aus belasteten Verhältnissen, wie etwa Missbrauch oder Vernachlässigung, ein höheres Risiko für Suchtmittelkonsum und psychische Störungen haben. Hier setzt die frühkindliche Intervention an, um den Kreislauf der Sucht zu durchbrechen.
Die Bedeutung von Fachkräften in Kindertagesstätten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie sind die Multiplikatoren, die Kindern nicht nur Wissen, sondern auch Werte und Verhaltensweisen vermitteln. Und das ist enorm wichtig – denn die sozialen und emotionalen Kompetenzen, die sie fördern, sind die Grundsteine für ein gesundes Aufwachsen. Auch die Eltern sollten in diesen Prozess eingebunden werden. Eine Erziehungspartnerschaft, die auf respektvollem Kontakt basiert und die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder teilt, ist der Schlüssel. Themen wie Grenzen setzen, Konfliktlösung und der Umgang mit Frustrationen sind dabei zentral.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Suchtprävention muss in ein gesamtes Konzept eingebettet sein, das nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern einbezieht. Fachkräfte aus den Bereichen Frühe Hilfen unterstützen dabei die Erziehungskompetenz der Eltern. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind etwa 140 Fachkräfte aktiv, die in Netzwerken zusammenarbeiten und umfassende Beratungsangebote bereitstellen. Diese integrative Vorgehensweise zeigt, dass Suchtprävention nicht nur Aufgabe der Fachkräfte, sondern auch eine gemeinsame Verantwortung von Familie und Gesellschaft ist.
Die Initiative „Sucht hat immer eine Geschichte“ in NRW zeigt, wie wichtig es ist, verschiedene Altersgruppen und Schwerpunkte anzusprechen. Suchtprävention im Elementarbereich könnte also nicht nur im Burgenland, sondern auch in vielen anderen Regionen ein Vorbild sein, um Kinder stark für die Herausforderungen des Lebens zu machen. Die Zukunft der Kinder könnte nicht nur in ihren Händen liegen, sondern auch in den Händen derer, die sie begleiten und unterstützen.
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