Am 28. Mai 2026 war die Stimmung im Gasthof Legath in Strem alles andere als gewöhnlich. Die Vereine der Gruppe Süd hatten sich versammelt, um eine Neustrukturierung des Fußballs im Südburgenland zu beschließen. 57 von 58 aktiven Vereinen waren anwesend, das zeigt schon mal, wie wichtig dieses Treffen war! Nur Johannes Wutzlhofer (Präsident BFV) und Konrad Renner (BFV-Vizepräsident) fehlten, aber das war nicht das einzige, was die Anwesenden bewegte. Eine Trauerminute für den verstorbenen BFV-Funktionär Hans Schneider sorgte für einen nachdenklichen Auftakt. In solchen Momenten wird einem wieder bewusst, wie verbunden die Fußballfamilie hier ist.
Die Diskussionen drehten sich um zwei Anträge zur Klassenreform. Der erste Antrag vom SV Kirchfidisch sah drei Achter-Gruppen in der 1. Klasse Süd und eine 14er Liga in der 2. Klasse vor – doch das wurde mit 30:27 Stimmen abgelehnt. Der UFC Siget hatte da schon mehr Glück: Sein Antrag für eine Oberliga mit 16 Vereinen sowie eine Unterliga mit 14 Vereinen wurde mit 39:18 Stimmen angenommen. So viel steht fest: Die Entscheidung war nicht einfach, aber am Ende fiel das Urteil klar. Ab der Saison 2027/28 wird es vier Leistungsstufen geben!
Ein Blick auf die neue Struktur
Die kommende Saison 2026/27 wird allerdings noch im bisherigen System gespielt, bevor die große Umstellung ansteht. Interessanterweise beantragte der SV Zuberbach den Zwangsabstieg aus der 1. Klasse, was Wiesfleck und Rudersdorf neue Chancen auf den Klassenerhalt bietet. In der 2. Klasse wird es dann zwei Ligen geben, eine mit zwölf und eine mit zehn Teams. Ein Pilotversuch, bei dem Spielgemeinschaften ohne Reserve antreten, wird ebenfalls gestartet. Zuberbach wird hierbei eine Spielgemeinschaft mit Großpetersdorf eingehen – eine spannende Entwicklung!
Die Abstimmung war ein klarer Ausdruck des Wandels: Die Variante mit den vier Leistungsstufen erhielt 33 Stimmen und damit 58 Prozent. Damit wird die alte Ordnung aufgebrochen, und es tut sich etwas im Fußball-Bereich des Burgenlands. Gruppenobmann Florian Jud kündigte zudem an, seine Funktion am Ende der Saison zur Verfügung zu stellen. Ob das eine neue Ära einläutet? Es bleibt spannend!
Fußball im österreichischen Ligasystem
Der Fußball im Burgenland ist Teil eines viel größeren Ligasystems in Österreich, das hierarchisch aufgebaut ist. Rund 3200 Mannschaften sind in 269 Ligen aktiv, und die höchste Spielklasse, die Admiral Bundesliga, hat auch ihre eigenen Herausforderungen. Die Bundesliga, in der 12 Profimannschaften um den Titel kämpfen, bietet einen spannenden Rahmen, mit Hin- und Rückrunde und insgesamt 32 Spielen pro Team. Auch die Regionalliga, die höchste Amateurklasse, hat ihre eigenen Besonderheiten und ist in drei Staffeln unterteilt. Man kann sagen, dass der Fußball in Österreich eine riesige Gemeinschaft ist, die von ganz unterschiedlichen Mannschaften und Ligen geprägt wird.
Die Veränderungen, die jetzt im Burgenland anstehen, sind Teil eines größeren Trends im österreichischen Fußball. Die Struktur unterhalb der Regionalligen variiert stark zwischen den Landesverbänden, und so wird auch im Südburgenland ein neuer Weg eingeschlagen. Die Spieler und Vereine dürfen gespannt sein, was die Zukunft bringt. Eins ist klar: Der Fußball lebt und entwickelt sich ständig weiter!