Neuer Besitzer, alte Herausforderungen: Der Stadtwirt in Oberwart im Wandel der Zeit
Heute ist der 21.07.2026 und in Oberwart tut sich was – das Traditionsgasthaus „Der Stadtwirt“ hat einen neuen Besitzer. Ja, richtig gehört! Die Landesholding hat das Wirtshaus erworben, ein Schritt, der für viele Diskussionen sorgt. Der Gastronom Raimund Schmidinger, der das Lokal seit 2012 in seinen Händen hält und bereits seit 2009 als Pächter tätig war, hat die Entscheidung zum Verkauf getroffen, nachdem er vergeblich nach einem Nachfolger suchte. Es ist kein Geheimnis, dass die Finanzierung für junge Gastronomen eine große Hürde darstellt. Schmidinger bringt es auf den Punkt: „Ein Drittel des Kapitals muss man selbst aufbringen, um einen Kredit zu bekommen.“ Das klingt fast wie ein Rezept für Frustration, oder?
Sein Plan? Bis zu seiner Pensionierung im April 2031 will er das Wirtshaus weiterhin als Pächter führen. Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Seine Frau, Elisabeth Herzog, hat die Sache klar auf den Punkt gebracht, als sie die hohen Auflagen und die zunehmende Konkurrenz kritisierte, die das Wirtshaussterben in unserer Region vorantreibt. Da wird einem schon mulmig zumute! Und nicht nur sie sieht die Dinge kritisch – auch FPÖ-Landtagsabgeordneter Markus Wiesler hat seine Bedenken geäußert. Er fragt sich, ob es wirklich notwendig ist, dass eine Landesgesellschaft ein Wirtshaus kauft. Und hat er recht, wenn er die fehlende Transparenz bei den Entscheidungskriterien anprangert? Schließlich müssen private Betriebe ohne staatliche Unterstützung auskommen.
Eine Gastronomie im Wandel
Die Gastronomiebranche steht unter Druck, und das nicht erst seit gestern. Im Jahr 2025, also vor nicht allzu langer Zeit, gab es eine massive Nachfolgebewegung. Die Gründe sind vielschichtig: steigende Betriebskosten, schärfere ESG-Anforderungen, Fachkräftemangel und ein sich wandelndes Konsumverhalten. Gastronomiebetriebe suchen immer häufiger nach Nachfolgern oder entscheiden sich zum Verkauf, weil die Komplexität der Unternehmensnachfolge oft unterschätzt wird. Da spielen auch rechtliche Rahmenbedingungen, Standortfaktoren und die Pachtvertragslogik eine Rolle. Sollten wir uns da nicht alle ein bisschen mehr Gedanken machen?
Schmidingers Stadtwirt ist nicht nur ein beliebter Treffpunkt für Einheimische, sondern auch ein wichtiger Lieferant für das Burghotel Schlaining und die Friedensburg. Die Landesholding beschreibt den Stadtwirt als zentral für die regionale gastronomische Versorgung im Südburgenland – und das ist kein leeres Geschwätz. Der Kauf ist Teil eines touristischen Pilotprojekts, das darauf abzielt, die gastronomische Versorgung in weniger touristischen Regionen langfristig zu sichern. Aber wird das ausreichen? Die Unsicherheiten bleiben.
Was bringt die Zukunft?
Mit dem Kauf des Stadtwirts könnte ein neuer Weg eingeschlagen werden. Aber auch hier bleibt abzuwarten, wie sich die Dinge entwickeln. Die Nachfolge in der Gastronomie wird immer wichtiger – und das nicht nur in Oberwart. Im Jahr 2026 wird die Gastronomie weiterhin unter Transformationsdruck stehen. Die Anfragen nach Nachfolgern steigen, und Käufergruppen sind vielfältig: von bestehenden Gastronomen über private Investoren bis hin zu potenziellen Management-Buy-Ins. Das alles ist ein wenig wie ein Schachspiel, bei dem jeder Zug gut überlegt sein will.
Die Bewertung eines Gastronomiebetriebs ist zudem ein heikles Thema. Faktoren wie Standortqualität, Pachtstruktur und die Stabilität des Umsatzes spielen eine entscheidende Rolle. Wer denkt schon an all diese Details, wenn man ein Wirtshaus betreiben möchte? Es ist ein kniffliges Geschäft, das viele Hürden birgt.
Wie wir sehen, wird der Stadtwirt in Oberwart nicht nur ein Ort des Genusses bleiben, sondern auch ein spannendes Beispiel dafür, wie sich die Gastronomie in Österreich weiterentwickeln kann. Die Herausforderungen sind groß, aber vielleicht bringt der neue Besitzer frischen Wind in die Sache. Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Vielleicht wird es ja am Ende doch noch ein Happy End für die Gastronomie im Südburgenland – wir bleiben gespannt!
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