In Neusiedl am See brodelt es gewaltig! Das Burgenland ist aktuell im Würgegriff eines Streits um ein Pflanzenprojekt, das eigentlich als zukunftsweisend gedacht war. „New Pannonian Style“ – so der klangvolle Name des Vorhabens, das von Wolf Stockinger und Thomas Amersberger ins Leben gerufen wurde. Über 80 Beete mit hitzefesten und trockenresistenten Pflanzen sollten hier entstehen. Doch was einst als blühende Oase gedacht war, könnte sich nun zum grünen Ärgernis entwickeln.

Der Verein Neusiedler ZauberGarten, der für dieses Projekt den Burgenländischen Umweltpreis erhalten hat, sieht sich jetzt massiven Vorwürfen ausgesetzt. Die Grünen werfen der Stadtgemeinde vor, die Beete schlecht zu pflegen und bürokratisch zu ignorieren. Ein harter Vorwurf, der durch die Tatsache untermauert wird, dass laut den Grünen seit 2015 bereits die Hälfte der Beete verfallen oder zerstört ist. Da fragt man sich: Wo ist das ganze Geld hin? Es wird von einer finanziellen Verschwendung in Höhe von 55.000 Euro gesprochen, und Rainer Fussenegger von den Grünen fordert ein Umdenken, bezeichnet die Situation sogar als Skandal!

Schulungen und Wühlmäuse

Bürgermeisterin Elisabeth Böhm sieht das Ganze jedoch ganz anders. Sie wehrt sich gegen die Vorwürfe und betont, dass die Mitarbeiter des Bauhofs bestens geschult sind. Im Frühjahr würden die Beete gereinigt und laufend gepflegt. Die Schäden, die an einigen Beeten festgestellt wurden, seien durch Wühlmäuse verursacht worden und wurden sachgemäß beseitigt. Komisch, dass die kleinen Nager so viel Chaos anrichten können! Vielleicht sollten wir ihnen einen eigenen Preis verleihen?

Der Burgenländische Umweltpreis, der in diesem Jahr bereits zum 20. Mal vergeben wurde, hat immerhin einen hohen Stellenwert in der Region. Schließlich zieht die burgenländische Landesregierung seit 1991 regelmäßig Projekte in den Fokus, die sich für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz einsetzen. Im Jahr 2025 wird es sogar erstmals einen Jugend-Umweltpreis geben, der auch Bildungseinrichtungen und Privatpersonen unter 18 Jahren einlädt, ihre Ideen einzureichen. Die Einreichungsfrist läuft vom 15. September bis zum 15. November 2025. Da kann man schon gespannt sein, welche kreativen Projekte auf uns zukommen werden!

Ein Blick in die Zukunft

Die Preisverleihung für den Umweltpreis findet am 30. Jänner 2026 im Kulturzentrum Mattersburg statt. Hier werden die Teilnehmer vorab über die Bewertung ihrer Arbeiten informiert und zur Preisverleihung eingeladen. Es bleibt abzuwarten, ob das Pflanzenprojekt in Neusiedl am See bis dahin noch eine Rolle spielt oder ob es nur noch ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Umweltschutzes im Burgenland sein wird.

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Wie auch immer es weitergeht, die Diskussion rund um die Pflanzenbeete ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie wichtig die Pflege und der Erhalt solcher Projekte sind. Vielleicht bringt der Streit ja auch die nötige Aufmerksamkeit und wandelt die Wühlmaus-Katastrophe in eine grüne Erfolgsgeschichte – man kann ja träumen!

Weitere Informationen finden Sie auf burgenland.orf.at.

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