Am 28. Mai 2026 war die Stadtgemeinde Mattersburg der Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Die Angelobung von 102 Rekrutinnen und Rekruten des Militärkommandos Burgenland. Der Viadukt, ein eindrucksvoller Ort, wurde zum Schauplatz für den feierlichen Akt, bei dem die jungen Soldatinnen und Soldaten ihre Angelobungsformel sprachen. Es war ein Moment, der den Beginn eines neuen Lebensabschnitts markierte, in dem sie sich feierlich zum Eid auf die Verfassung verpflichteten.

Umgeben von ihren Familien und Freunden war die Atmosphäre angespannt, aber auch voller Stolz. Die Rekruten versprachen Treue und die gewissenhafte Erfüllung ihrer Pflichten, was nicht nur eine persönliche Verpflichtung darstellt, sondern auch die Bekräftigung ihres Einsatzes für die Sicherheit Österreichs. Diese Zeremonie stärkt die Verbindung zwischen Soldaten und Republik Österreich und hebt die Werte von Disziplin und Einsatzbereitschaft hervor, die für ein Leben im Militär unerlässlich sind.

Ein Blick zurück: Gedenken an die Unabhängigkeit

Eine ähnliche feierliche Atmosphäre erlebten 2025 rund 270 Soldatinnen und Soldaten im Schloss Belvedere in Wien. Dort legten sie ihr Treuegelöbnis auf die Republik Österreich ab, und das in einem ganz besonderen Gedächtnis. Die Angelobung fand im Gedenken an die Unterzeichnung des Staatsvertrags zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit Österreichs statt, der vor 70 Jahren im Marmorsaal des Oberen Belvedere besiegelt wurde. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und weitere hochrangige Gäste waren anwesend, um diesen bedeutenden Moment zu bezeugen.

Diese Zeremonien sind nicht nur rituelle Anlässe, sondern ein bedeutendes Zeichen der Zusammengehörigkeit und des Engagements für die Nation. Die Soldatinnen und Soldaten, die sich damals in Wien schworen, trugen das Gewicht der Geschichte auf ihren Schultern, ähnlich wie die Rekrutinnen und Rekruten in Mattersburg, die an diesem sonnigen Tag ihre Reise begannen.

Die Bedeutung der Angelobung

Die Angelobung ist ein zentraler Bestandteil des österreichischen Beamtendienstes und ist für alle, die im öffentlich-rechtlichen Dienst tätig sind, erforderlich. Innerhalb von vier Wochen nach Beginn des Dienstverhältnisses müssen angehende Beamte diesen feierlichen Akt vollziehen. Der Text der Angelobung selbst ist klar und prägnant: „Ich gelobe, dass ich die Gesetze der Republik Österreich befolgen und alle mit meinem Amte verbundenen Pflichten treu und gewissenhaft erfüllen werde.“

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Besonders in letzter Zeit hat die öffentliche Durchführung der Angelobung an Bedeutung gewonnen, nicht nur bei der Bundeswehr, sondern auch bei der Polizei. Dies unterstreicht die Wichtigkeit von Unparteilichkeit und den Ernst der Pflichten, die mit dem Dienst an der Gemeinschaft verbunden sind. Auch Mitglieder von Wahlkommissionen müssen sich angeloben, was zeigt, wie tief die Wurzeln dieses Ritus in der österreichischen Gesellschaft verankert sind.

Die Feierlichkeiten in Mattersburg und Wien zeigen, wie wichtig es ist, den Dienst an der Gemeinschaft zu würdigen und die jungen Menschen, die sich für unser Land einsetzen, zu unterstützen. Es ist ein Moment des Stolzes, der Hoffnung und des Neuanfangs – in jeder Hinsicht ein Schritt in die Zukunft.