Am Dienstagabend, kurz vor 23 Uhr, wurde in Winten, Bezirk Güssing, die höchste Alarmstufe ausgelöst. Ein Holzstadl stand in Vollbrand, und die Ursache des Feuers ist bislang unbekannt. Die Hitzeentwicklung führte dazu, dass ein abgestellter Pkw zwischen dem Holzstadl und einem Wohngebäude ebenfalls in Flammen aufging. In dieser kritischen Situation wurden mehrere Feuerwehren alarmiert, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Einsatzleiter OBI Christian Mittl von der Feuerwehr Winten konnte berichten, dass ein Übergreifen auf das Wohnhaus und die umliegende Vegetation erfolgreich abgewendet werden konnte. Das brennende Fahrzeug wurde mit Löschschaum behandelt, um die Flammen zu ersticken.
Teile der Löscharbeiten mussten unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden. Gegen Mitternacht konnte Entwarnung gegeben werden; um 00:13 Uhr wurde „Brand aus“ gemeldet. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, da eine 54-jährige Frau und ihre 84-jährige Mutter sich selbst in Sicherheit bringen konnten. Insgesamt waren acht Feuerwehren mit 17 Fahrzeugen und rund 100 Einsatzkräften im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und die Polizei waren vor Ort, um die Situation zu unterstützen. Der Sachschaden ist erheblich, eine genaue Schadenshöhe ist jedoch noch nicht bekannt. Die Brandursache wird von der Polizei weiter untersucht. Weitere Informationen zu ähnlichen Vorfällen können unter hier nachgelesen werden.
Ein weiterer Brandfall in Grabenstätt
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich am 24. Mai 2025 im Ortsteil Marwang im Landkreis Traunstein. Dort gab es einen Brand eines Holzstadels, der komplett niederbrannte. Zwei Kinder im Grundschulalter gaben zu, für den Brand verantwortlich zu sein. Der Holzstadel, in dem landwirtschaftliche Gerätschaften und ein Fahrzeug untergebracht waren, konnte nicht mehr gerettet werden. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt. Der Brand wurde gegen 21:00 Uhr entdeckt, und Zeugen alarmierten die Integrierte Leitstelle (ILS). Feuerwehren aus Grabenstätt und Erlstätt rückten aus, allerdings stand der Stadel bereits in Vollbrand und konnte nicht mehr gerettet werden. Rund 80 Feuerwehrhelfer mussten den Stadel kontrolliert niederbrennen lassen. Glücklicherweise gab es auch hier keine Verletzten. Erste Maßnahmen wurden durch die Polizeiinspektion Traunstein ergriffen, während die Ermittlungen vom Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein übernommen wurden. Die Kinder wurden nach polizeilichen Feststellungen ihren Eltern übergeben. Mehr Informationen zu diesem Vorfall finden Sie unter diesem Link.
Brandstatistik in Deutschland
Die Häufigkeit von Bränden, insbesondere in Holzbaukonstruktionen, wirft Fragen zur Risikobewertung auf. Die vfdb-Brandschadenstatistik dient der Risikobewertung von Gebäudebränden in Deutschland. Sie wurde vor über einem Jahrzehnt initiiert und hat sich zu einer umfassenden Sammlung statistischer Daten entwickelt. Ziel ist es, fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Die Statistik vereint Daten von verschiedenen Institutionen, darunter die Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung (IfS) und die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).
Küchen sind mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände, während in Wohngebäuden fast die Hälfte aller Brände ausbricht. Besonders auffällig ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss auftreten. Der Zeitraum zwischen 23 Uhr und 4 Uhr weist ein höheres Schadenausmaß auf, obwohl weniger Brände registriert werden. Aktuelle Herausforderungen im Holzbau betreffen die fortgeschrittenere Brandausbreitung und den größeren Löschwasserbedarf. Die vfdb ruft Feuerwehren zur Teilnahme an der Datenerfassung auf, um den Datensatz zu erweitern und somit Erkenntnisse für den abwehrenden sowie vorbeugenden Brandschutz zu liefern. Weitere Informationen zur vfdb-Brandschadenstatistik finden Sie unter diesem Link.